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Sensorische Integrationstherapie

Diese Therapiemethode wurde von Jean Ayres etwa 1950 entwickelt. Die Methode ist kein statisches Konzept und entwickelt sich stets weiter.

Sie beschreibt einen neurologischen Prozess, bei dem vom eigenen Körper und von der Umwelt ausgehende Sinneseindrücke geordnet werden. So kann der Mensch seinen Körper innerhalb der Umwelt sinnvoll einsetzen. Räumliche und zeitliche Aspekte der verschiedenen Sinneseindrücke werden eingeordnet, verknüpft und vereint. Das Gehirn muss stets arbeiten und unter ständigen wechselnden Bedingungen sensorische Informationen auswählen, verknüpfen, vergleichen bzw. die Aufnahme verstärken oder verhindern = Integration von Informationen.

Die Grundannahme der Sensorischen Integration ist es, dass sich das Gehirn in seiner Funktion und Struktur verändern und weiterentwickeln kann.

Ziel:

ist die Verbesserung der sensorischen Integration. Die therapeutischen Mittel sind die gezielte Reizsetzung bzw. das gezielte Reizangebot.

Durch einen kontrollierten, sensorischen Input (Fremdstimulation, Reize werden z.B. durch den Therapeuten gesetzt) bzw. Intake (Eigenstimulation, das Kind sucht sich entsprechende Reize), wird eine Verbesserung der Funktion des zentralen Nervensystems erreicht und damit eine Leistungs- und/ oder Verhaltensveränderung erzielt.

Das sensorische Lernen bedeutet, dass die Eigenhandlungsplanung, die eigene Kontrolle, eine eigene Rückmeldung sowie eine Anpassungsreaktion erlernt werden müssen. Dies ist nur über die Eigenaktivität möglich. Das Merkmal der Sensorischen Integration ist ein physiologischer Prozess innerhalb der normalen Entwicklung. Sinnesreize werden wahrgenommen, aufgenommen und verarbeitet, worauf eine Reaktion erfolgt.

Der Prozess selbst besteht aus der:

  • Weiterleitung der Reize
  • Verarbeitung der Reize (Filtern, Vergleichen, Wiedererkennen, Speichern)
  • Deutung bzw. Antwort auf diesen Reiz (z.B. eine bestimmte Bewegung oder eine bestimmte Handlung)