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Demenz

Diese Erkrankung wird unterteilt in Alzheimer und vaskuläre Demenz. Während bei Alzheimer der Verlauf schleichend ist und vor dem 65. Lebensjahr beginnt, ist der Verlauf bei der anderen Form eher schubartig. Sie gilt als „Alterserscheinung“ und tritt aufgrund von z.B. Gefäßverschleiß auf.  Es kommt zu einer erhöhten Vergesslichkeit, einer verminderten Orientierung und zum Durcheinander bringen von logischen Handlungen. Z.B. werden Schlüssel verlegt, vorher bekannte Personen verwechselt oder bekannte Kochrezepte durcheinander gebracht.

Symptome zu Beginn der Erkrankung

  • Gedächtnisfähigkeit lässt nach (Amnesie)
  • Wortfindungsstörungen (amnestische Aphasie)
  • Schreib- und Lesefähigkeit lässt nach (Alexie, Agraphie)
  • Handlungsfähigkeit lässt nach (Apraxie)
  • bekannte Personen werden zunehmend nicht wieder erkannt (Agnosie)
  • Rechenfähigkeit lässt nach
  • Orientierungsstörungen (alle Bereiche können betroffen sein: zur Person, zur Zeit, zum Ort, zur Situation)
  • die soziale Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt (nonverbale Zeichen werden jedoch noch sehr gut verstanden)
  • in diesem Stadium treten noch keine Bewusstseinsstörungen auf

Symptome im weiteren Verlauf

  • Depressionen, Teilnahmslosigkeit & Unempfindlichkeit (Apathie), Verlangsamung
  • Wahnvorstellungen (Bestehlungswahn, Verfolgungswahn)
  • Umkehr vom Schlaf–Wach–Rhythmus
  • erhöhte Reizbarkeit, Schreien, Explosivreaktionen (Affektstörungen)
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Verhaltensstörungen
  • Minderung oder Steigerung des Bewegungsverhaltens, Hinlauftendenzen (Antriebsstörungen)

neurologische Störungen:

  • Inkontinenz
  • Automatismen kehren wieder (z.B. Saug- oder Greifreflex)
  • Zittern, Bewegungsstarre, Reduzierung der Bewegungsabläufe (Hypokinesien)
  • Geschmacksstörungen
  • Blickstörungen
  • Beugekontrakturen

Beziehungsstörungen in der Familie:

  • Nichterkennen von Personen
  • Misstrauen
  • Aggressivität
  • Minderung der Kommunikationsfähigkeit

Komplikationen

  • Infektionskrankheiten
  • Stürze, Knochenbrüche (Frakturen)
  • Vertrocknung (Dehydrierung)
  • Vergessen der Medikamente

Alle Symptome sollten stets im Zusammenhangbetrachtet werden. Haben sich Fragen entwickelt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Mögliche Inhalte/Ziele in der Ergotherapie:

  • Gruppenorientiertes Arbeiten (wirkt Isolation entgegen)
  • Themenorientiertes Arbeiten (hilft, das Langzeitgedächtnis zu erhalten)
  • 10-Minuten–Aktivierung (kurzes, intensives Hirnleistungstraining)
  • Gesprächsführung/-aktivierung
  • Bewegungsspiele/Feinmotorik-Training
  • ADL-Training (trainiert die Aktiviten des täglichen Lebens, z.B. das Essen)
  • Basale Stimulation (fördert die Körperwahrnehmung und das Wohlbefinden)
  • Erhalt der Fähigkeiten anderer Systeme (z.B. Hören und Sehen)
  • Biografiearbeit (dient der Orientierung und Erinnerungsfähigkeit)
  • Kognitives Training (trainiert und erhält die Denkprozesse, z.B. die Merkfähigkeit)

Die Ergotherapie ist eine Behandlungsmethode. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über weitere Therapiemöglichkeiten.